Stop Drogen

Razzia in Legal High Shops – Polizei greift durch

Legal High Shops geraten in letzter Zeit immer wieder in die Schlagzeilen. So beispielsweise am 1. Dezember 2017, als erstmals bundesweit Polizeieinsätze durchgeführt wurden. Grund für die Razzien: Im Internet wurden Räuchermischungen vertrieben und angeboten, die verbotenen Substanzen enthielten. Rund 250.000 Euro Vermögenswerte wurden beschlagnahmt. Diejenigen Shops, gegen die sich der Verdacht bestätigte, wurden von den Behörden geschlossen. Unangenehm, aber höchstwahrscheinlich ohne Folgen für die Kunden: Auch die Kundendaten wurden beschlagnahmt.

Warum wurden Razzien in Legal High Shops durchgeführt?

Legal Highs dienen Konsumenten als Drogenersatz. So werden beispielsweise Räuchermischungen anstelle von Marihuana geraucht oder Badesalze als Ersatz für Kokain und Amphetamin missbraucht. Problematisch ist, dass diese Legal Highs mit chemischen Substanzen versetzt sind. Räuchermischungen wird beispielsweise synthetisches Cannabis zugesetzt, das viel stärker als Marihuana wirkt Angstzustände auslösen und zu Psychosen führen kann. Bei weiteren Zusätzen handelt es sich häufig um Substanzen, die zu schweren Vergiftungen, Kreislaufversagen und sogar zum Tod führen können. Durch Razzien und Geschäftsschließungen wird verhindert, dass die gefährlichen Drogen weiter in Umlauf gebracht werden können.

Viele Online Shops bieten hochgefährliche Legal Highs an

Nicht jeder Online Shop, der Räuchermischungen und Badesalze vertreibt, handelt im Interesse seiner Kunden. Die schwarzen Schafe der Branche haben in erster Linie nur den eigenen Verdienst im Sinn. Die Gesundheit ihrer Kunden interessiert sie herzlich wenig. Viele Shop-Betreiber wissen nicht einmal selbst, welche Inhaltsstoffe in den Legal Highs vorhanden sind, die sie vertreiben. Oftmals ist ihnen sogar deren Wirkungsweise völlig unbekannt.

Wie dramatisch eine solche Unkenntnis für den Konsumenten enden kann, verdeutlicht eine Untersuchung des Universitätsklinikums Freiburg. Rund 471 Produkte wie Räuchermischungen und Badesalze wurden von Wissenschaftlern des Universitätsklinikums Freiburg unter die Lupe genommen. Von 471 Produkten waren mehr als die Hälfte mit psychoaktiven Substanzen versetzt, von denen bekannt ist, dass sie zu Vergiftungen führen können. Ganze 55 Produkte fielen sogar unter das Betäubungsmittelgesetz.

Steigende Zahl der Todesfälle in Deutschland

Alleine im Jahr 2016 wurden 98 Todesfälle durch Legal Highs registriert, was eine Verdreifachung zum Vorjahr ist. Problematisch ist das die Bandbreite der verfügbaren Substanzen ständig zunimmt. Ca. 100 neue Varianten synthetischer Drogen werden jährlich auf den Markt geworfen. Ziel ist es, durch die Veränderung der Zusammensetzungen gesetzliche Verbote für bereits identifizierte und durch den Gesetzgeber verbotene Substanzen zu umgehen. Teilweise wird das Mischungsverhältnis verändert und sogar die Marken der legalen Produkte werden gefälscht.

Der Verkauf von Legal Highs an Minderjährige ist verboten

Zahlreiche Legal High Shops verkauften ihre Produkte sogar an Minderjährige, die diese Legal Highs problemlos und ohne Altersnachweis im Internet erwarben. Wohl ebenfalls ein Grund für die Staatsanwaltschaft, Shops durchsuchen zu lassen und zweifelhafte Produkte zu beschlagnahmen. Möglicherweise wurden bei den Razzien deshalb auch die Kundendaten sichergestellt, um den Betreibern den Verkauf an Kinder und Jugendliche nachweisen zu können.

Verstörend ist, dass immer mehr Kinder und Jugendliche zu Legal Highs greifen – oft mit schlimmen Folgen, wie ein Beispiel von drei hessischen Schülern zeigt: Sie vergifteten sich, nachdem sie in der Schulpause an eine E-Zigarette gezogen haben, die mit Legal Highs befüllt wurde. Zwei Schüler verloren das Bewusstsein, obwohl sie nur zweimal an der E-Zigarette gezogen hatten und der dritte Schüler kollabierte kurz darauf im Unterricht.

Wodurch unterscheiden sich legale von illegalen Shops?

Legale lassen sich von illegalen Shops leicht unterscheiden. Wer beispielsweise Räuchermischungen kauft, sollte darauf achten, dass die angebotenen Produkte vom Vertreiber genau beschrieben werden. Es muss ganz klar ersichtlich sein, welche Inhaltsstoffe sich im Produkt befinden. Einfache Warnungen, wie beispielsweise „nicht zum Verzehr geeignet“, reichen nicht aus, weil diese Warnhinweise von gewissen Kunden, die um die highmachende Wirkung des Produktes wissen, natürlich ignoriert werden. Hervorragende Shops bieten Ihren Kunden Räuchermischungen an, die in Labors analysiert wurden.

Nicht nur die Qualität der Produkte zeichnet einen guten Online Shop aus

Auf der Suche nach einwandfreien Räuchermischungen und einem vertrauenswürdigen Shop empfiehlt es sich, Rezensionen und Berichte über den Shop zu lesen, die andere Konsumenten und Kunden verfasst haben. Natürlich können Rezessionen auch von einem Shopbetreiber gefälscht werden, doch gerade Diskussionen, die auf einer Webseite oder in einem Forum von Käufern geführt werden, sind in der Regel echt.

Bei den Kundenbewertungen und Rezensionen sollte der Käufer auch darauf achten, dass der Shop vertrauenswürdig ist, schnell und pünktlich liefert und einen erstklassigen Service bietet. Bei unseriösen Anbietern ist dies meistens nicht der Fall. Ist den Rezensionen schon zu entnehmen, dass Lieferung und Service mangelhaft sind, empfiehlt es sich, einen anderen Anbieter auszuwählen.

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